9. Februar 2026
Hippehopf. Upupa hiphops.
Wie sein enger Verwandter, der Wiedehopf, stinkt dieser Vogel ziemlich derbe. Das liegt einerseits an einem besonders zähen Bürzeldrüsensekret, das er dazu verwendet, um sich regelmäßig den Kopf mit einer Art Firnis zu überkleistern und hinten noch ’ne Art Überstand dran zu machen, und andererseits daran, dass dieses Bürzeldrüsensekret arttypisch müffelt.
Den HippeHopf stört dieser Geruch am allerwenigsten, denn er erkennt daran zuverlässig seine Artgenossen. Zumal dieser Geruch von einer bestimmten Art Balzgesang flankiert ist, bei der sich Infraschallfürze mit stakkatoartigem, für den unbedarften Zuhörer wie Genöle oder drohendes Gemecker klingenden Passagen abwechseln oder auch mal überlagern.
Auf die Ferne oder wenn der Wind ungünstig steht, muss der Hippe-Hopf sich zur Orientierung auf seine nicht allzu guten Augen verlassen, um Gleichgesinnte auszumachen und sich mit rudernden Flügelschlägen zu ihnen zu begeben. Dabei leiten ihn die extrem ritualisierten und plakativen Körperhaltungen der Artgenossen, die über lange Zeit mit trutzig hochgerecktem Kopf und einer Breitbeinigkeit wie der Eiffelturm posen und durch die kurzen Beine eher so aussehen, als würden sie mit heruntergelassenem Gefieder dastehen.
Sieht der HippeHopf so was, so fliegt er hin. Und falls er richtig gesehen hat und nicht schon wieder auf den Eiffelturm oder eine Gans mit Legenot hereingefallen ist, fühlt er sich alsbald wohl, frei nach dem Motto:
Wo es stinkt und check my flow, da lass dich nieder. Boese Voegel haben Deospray und Flohpuder.
Beteiligt:














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