23. März 2026
Jagdfalke
(Falco bumm LATINUS, 1988)
Sollte man jemals gebeten werden, dem Jagdfalken aus einer Liste von Eigenschaften welche zuweisen, so träfen am besten zu:
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⇒ laut.
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⇒ radikal.
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⇒ gehässig.
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⇒ kann Jagdhorn blasen.
Ständig ein perfides Grinsen im Gesicht und immer auf der Lauer, steht er einem notorischen Golf GTI-Fahrer in nichts nach, was die Beutebeschaffung betrifft. Allerdings zielt er immer nur auf Sachen, die so dumm sind, stehenzubleiben, oder auf welche, die nicht so hart sind wie er.
Sogar Wildschweine haben einen Heidenrespekt vor dem nur 60 cm langen Jagdfalken, insbesondere wenn er eine entwendete Schrotflinte mit sich führt. Seine Füße sind auf’s einmaligste an das Bedienen eines solchen Gerätes angepasst: eine der beiden mittleren Zehen ist um neunzig Grad nach innen gedreht und kräftig genug, einen Abzug zu drücken.
Es gibt mehrere Unterarten, die unterschiedliche Dinge machen:
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Schießfalken (Falco bumm bumm) fahren in Rudeln mit Autos herum und hören Bumm-Bumm-Musik. Die in letzter Zeit häufig beobachteten Einschüsse an Verkehrsschildern sind ebenso ihr Werk wie durch Schroteinfluss zum Explodieren gebrachte Nacktschneckenrudel, die morgens in unappetitlicher Weise den Gartenweg verunzieren.
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Bombenfalken (Falco bumm bang) tragen Tarnklamotten und haben ein unaussprechliches Vergnügen daran, nachts um halb eins in halltechnisch begünstigten Häuserschluchten Chinaböller zu zünden, die größer sind als sie selber. Nicht selten ist das ihr letzter Spaß, wie am nächsten Tag ein Satz Federn an diversen Hauswänden belegt.
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Eine besonders blöde Unterart des Jagdfalken ist der Gärfalke (Falco bumm zosch). Dieser schafft es, sich nach erfolgreichem Schweinebeschuss so gnadenlos beim Protzen zu besaufen, dass er irgendwann gärt und platzt.















